„Mit Taktik und Teamgeist zur Monster-Serie“ – Zeitungsartikel der Lausitzer Rundschau

by Robert Freyberg

Durch eine starke und vorallem konstante Saisonleistung macht unsere erste Damenmannschaft auf sich aufmerksam. Diese noch nie zuvor gesehene Leistung sorgt für den folgenden Artikel in der Lausitzer Rundschau vom ! Ebenfalls zu lesen unter: Offizieller Artikel der LR

„Neunzehn 3:0-Erfolge in Serie – davon können die Fußballer des FC Energie Cottbus nur träumen. Gelungen ist das den Damen des Cottbuser Volleyballvereins in der Landesklasse Süd. „Eine einmalige, wunderbare Serie“ sei das, „so etwas habe ich noch nicht erlebt“, gerät Patrick Zeugmann, der 1. Vorsitzende des Cottbuser Volleyballvereins, ins Schwärmen.

Logisch, dass die Cottbuser Damen mit dieser Monster-Serie, also den 19 Siegen glatt in 3:0-Sätzen, Tabellenführer sind. Nur drei Sätze haben sie in dieser Saison bislang abgegeben – und zwar gleich im ersten Spiel gegen die WSG Buckow. Dann jedoch nahm der 3:0-Rausch seinen Lauf.

Und dieser Lauf soll an den verbleibenden vier Spieltagen dieser Landesklasse-Saison möglichst andauern. Gleich am kommenden Samstag, 2. März, geht es für die Cottbuserinnen allerdings gegen eben jene WSG Buckow, die dem CVV die bislang einzigen Satzverluste beigebracht hatte.

 Patrick Zeugmann, 1. Vorsitzender des Cottbuser Volleyballvereins

Patrick Zeugmann, 1. Vorsitzender des Cottbuser Volleyballvereins FOTO: Patrick Zeugmann

Den Cottbuser Vereinschef Zeugmann macht das anstehende Duell mit den Sprembergerinnen nicht nervös. „Am 1. Spieltag waren unsere Mädels noch aufgeregt“, erklärt er. „Aber jetzt gehen sie mit breiter Brust ins Spiel.“

Doch wie genau ist diese breite Brust, dieser unglaubliche Höhenflug der ersten Damenmannschaft des Cottbuser Volleyballvereins eigentlich zu erklären? „Wir haben wohl sehr viel richtig gemacht“, sagt Zeugmann schmunzelnd, um sogleich genauer zu erklären, dass diese Super-Serie keineswegs Zufall ist. Die Cottbuser Erfolgsgeschichte ist eng verknüpft mit ihrem neuen Trainer Thomas Herbrich, mit einer Umgestaltung des Damenbereichs im Verein – und nicht zuletzt mit einem besonderen Teamgeist.

 Thomas Herbrich, Trainer der Damen-Mannschaft

Thomas Herbrich, Trainer der Damen-Mannschaft FOTO: Ralf Osthoff

„Wir haben uns neu erfunden“, sagt Patrick Zeugmann nicht ohne Stolz. Seit drei Jahren ist er der 1. Vorsitzende des Vereins, der schon seit 1990 existiert und mehrere Mannschaften im Liga-Betrieb hat (siehe Info-Box). Ganz konkret wurde im vergangenen Sommer bei den Damen angesetzt. Die rund 20 Köpfe große Mannschaft wurde gesplittet und so mit den Damen I gezielt ein Team mit ganz viel Potenzial geformt. „Thomas Hertwich hat sehr viel Neues trainieren lassen und eine Taktik gefunden, die passt“, erklärt Vereinschef Zeugmann.

Doch nicht nur mit dem „super Annahmespiel“, das sich in der großen Cottbuser Volleyballgemeinde längst herumgesprochen hat, und dem „grundsoliden Abwehrverhalten“ werden die Gegner mittlerweile mürbe gemacht. „In dieser Mannschaft stimmt auch das Teamgefühl“, betont Zeugmann. „Die Mädels – Azubis, Studenten, Berufsanfänger – sind untereinander befreundet, da herrscht auf dem Spielfeld eine durchweg positive Stimmung – auch damit kann man den Gegner zermürben.“

Dieser Zusammenhalt wird beim Cottbuser Volleyballverein in allen Teams gelebt – wie in einer großen Familie. „Das ist echt klasse“, sagt der Vereinschef. „Es macht einfach Spaß, der Kopf des Ganzen zu sein.“ Neben den Damen I hat dabei auch die erste Herren-Mannschaft, trainiert von Zeugmann selbst, großes Potenzial. „Aus diesen beiden Mannschaften kann man sicher noch mehr herauskitzeln“, sagt der 30-Jährige.

Wobei die Damen-Mannschaft angesichts ihrer Monster-Serie schon jetzt als ein zur Reife gebrachtes Projekt gesehen werden darf, das schon bald die Aufstiegsfrüchte ernten kann. „Gewinnen sie jetzt gegen Buckow und dann gegen Erkner II, steht der Aufstiegsfeier eigentlich nichts mehr im Wege“, frohlockt Zeugmann. „Und die Mädels sind wirklich sehr fokussiert, eine motiviertere Mannschaft habe ich noch nicht gesehen.“

Ängste, dass die Super-Serie mit neunzehn 3:0-Erfolgen hintereinander reißen könnte, gibt es jedenfalls nicht. „Nein“, sagt Patrick Zeugmann. „Diese Serie gibt Halt und noch mehr Energie.“

Einen solchen Satz würden wohl auch die Drittliga-Fußballer von Energie Cottbus nur zu gerne aussprechen.“