Es grünt so grün im Herbst

4 Nov von Robert Freyberg

Es grünt so grün im Herbst

25.09.2021 - Herren 4

Bei der Landesklassenpremiere der Herren 4 setzt es mit 2x 0:3 (-14,-9,-6),(-13,-22,-17) zwei lehrreiche Niederlagen für Spieler und Trainer gegen die erfahrenen Lübbener sowie die junge 2. Mannschaft von Energie.

Herbstzeit ist Erkältungszeit, Prüfungszeit und anscheinend Zeit für Umzüge und wichtige Termine. So kam es, dass sieben Spieler aus einem Potpourri von Gründen nicht verfügbar waren, darunter fast die komplette, sonst so üppig ausgestattete Annahme sowie unser gottgleicher Zuspieler. Zeit für Jugend forscht. Mit lediglich einem reinen Herrenspieler machte man sich zu siebent auf ins feindliche Lager an der Poznaner Straße. Kurz nach 10 Uhr, man blinzelte erwartungsfroh in die hellen Wolken, stand man immer noch zu fünft vor der Halle. Wie es bei Premieren so ist, läuft das ein oder andere noch nicht so 100%ig rund. Als dann kurz vor 10:30 Uhr alle sieben Spieler und auch die Bälle in der Halle waren, konnte man sich dann doch ohne des Gastgebers Spielgeräte einspielen. Dass das erste Spiel jedoch bereits vor dem ersten Aufschlag an Lübben in die Binsen gegangen war, war dem Umstand geschuldet, dass der Trainer noch grün hinter den Ohren war, als er die für diesen Spieltag aushelfenden Volleyballknappen nur mit Spielerlizenzen mit dem Buchstaben J eintragen lassen wollte. Nachdem ersten innerlichen Zusammenbruch, einer gewissen Scham über so eklatante Wissenslücken sowie der mitleidigen Absage durch den Energietrainer wurde die Lage wieder sachlich betrachtet und der Spieltag kurzerhand zu einem Jugendtrainingsspieltag mit Erwachsenenbegleitung erklärt. Befreit von jeglichem Druck ging es in die ersten Ballwechsel. Doch hochmotivierte Spieler mit großem Einsatz vermochten sich nicht gegen die geballte Erfahrung auf der anderen Netzseite zu stemmen, auch nicht gegen die Schnellangriffe, die auf der IV regelmäßig Krater verursachten. Über die Dauer des ersten Spiels konnte man immer wieder tollkühne Rettungsaktionen als auch den ein oder anderen Aufschlag oder Angriff konstatieren, mit dem man die Lübbener überraschen konnte. Leider wurde mit der Spieldauer der Unterschied zwischen der TSG und dem CVV immer deutlicher, was vorrangig an den immer besser ins Spiel findenden Spreewäldern lag, zum anderen aber auch mit nachlassender Konzentration und damit fehlender Präzision bei den Aktionen der jungen Herren zu begründen war.

Nach dem ersten Stimmungsabfall wurde es dann wieder spannend, als es um die digitale Spielerfassung ging. Nach kurzer Einweisung vom Heimtrainer wurde dann mit Netz und doppeltem Spielprotokoll das Spiel Lübben gegen Energie geleitet. Auch diese 3 Punkte entführten die in grün gekleideten Spieler der Gurkenregion aus der Hauptstadt der Lausitz klar mit 3:0. Ohne Zwischenfall und mit souveränem Auftreten wurde die lästige Pflichtaufgabe erledigt, ums sich wieder dem Bewegen des Balles im Stadtderby zu widmen.

Abermals motiviert jetzt noch etwas für das eigenen Wohlbefinden tun zu können, in dem man das Stadtduell für sich entscheidet, ging es in die Partie gegen Energie. Die sich rasch eröffnenden Problemen im Spielaufbau verhinderten den nötigen Angriffsdruck aufzubauen, was dem Team von SVE zum ungefährdeten Satzgewinn reichte. In Teilen der Mannschaft war bereits dem Unmut Luft gemacht worden, wohl aber über die eigenen Fehler, in dem man das Spielgerät nach fehlerhafter Spielhandlung mit den unteren Extremitäten durch die Halle bolzte. Ein Blick des 1. Schiedsrichters mit aufgerissenen Augen und ein kurzes Vieraugengespräch haben dann aber alle Wogen wieder geglättet und es konnte weitergehen, bis es dann doch zu Ende war und Energie den Satz auf der Habenseite.

Nach zwei Umstellungen in der Starting Six lief das Spiel auf unserer Seite deutlich präziser und druckvoller Richtung Gegner. Auch technisch waren die meisten Ballaktionen besser ausgeführt und eine klare Steigerung der Annahme war auch auf dem Zettel des Trainers vermerkt. In einem von Beginn an spannendem Satz, der auch die angereisten Zuschauer mitriss, wechselte die Führung das ein oder andere Mal. Als in der Crunchtime jedoch der Mittelblocker mit der Nr. 8 von Energie zwei Mal aufschlug und beim zweiten Mal sich plötzlich der andere Mittelblocker in der Netzreihe blicken ließ, lag nahe, dass da was nicht mit rechten Dingen zugegangen sein muss, sich also der Libero ungewöhnlich lange auf dem Spielfeld befunden haben musste. Diese Tatsache war dem 4-köpfigen Schiedsgericht jedoch nicht aufgefallen. Ob es satzentscheidend bzw. spielentscheidend war, darf an dieser Stelle allerdings angezweifelt werden. Stellen wir wieder den Testspielcharakter der Begegnung nach der Lizenzpleite in den Vordergrund.

Im letzten Satz fand das Team wieder schlechter ins Spiel und konnte nicht an die Leistung im 2. Satz anknüpfen. Besonders der Angriffsdruck wird wohl, neben dem Ausdrucken beantragter und genehmigter Spieler-A-Lizenzen, in den kommenden Trainingswochen im Fokus stehen.

Am kommenden Samstagmorgen sind dann aus den 7 verwegenen Nachwuchsrittern hoffentlich wieder eine zweistellige Zahl an genesenen, geprüften und umgezogenen Männerspieler geworden, um die Spiele gegen Netzhoppers und Schöneiche in letzterer Spielstätte wieder mit von Anfang an offener gestalten zu können.

Heute für den CVV am Ball waren Adrian, Anthony, Bisher, Eric, Danilo, Rocky und Ron.

Eure Herren 4

Schreibe einen Kommentar